Station Nürnberg (RTH)

Christoph 27

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

Von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang

2025

1.549 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Nürnberg (RTH)
Airport GAT Tor 180
Flughafenstraße 100
90411 Nürnberg
Fax: +49 911 9555 984
E-Mail: station.nuernberg.rth@drf-luftrettung.de

Christoph 27 im Einsatz

Einsatzgebiet der Station Nürnberg (RTH)

Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Nürnberger Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph 27

Für Notfälle: Integrierte Leitstelle Nürnberg
Für Intensivtransporte: Integrierte Leitstelle Nürnberg

Aufgaben der Nürnberger Luftretter

Notfalleinsätze
Leitstellengebiete Nürnberg, Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Amberg, Regensburg, Schwabach
Intensivtransporte
bei Bedarf in Bayern

Personal der Station Nürnberg (RTH)

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte des Klinikums Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und umliegender Kliniken
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung

Luftfahrzeug der Station Nürnberg (RTH)

H145 mit Fünfblattrotor und Rettungswinde
Dieses Muster verfügt zusätzlich über eine Rettungswinde, die Notfallrettung in Gelände mit spezieller topografischer Charakteristik ermöglicht. Dazu gehört etwa das Mittelgebirge Frankenjura und die fränkische Seenplatte.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph 27

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station Nürnberg (RTH)

Besonderheiten

Christoph 27 in Nürnberg verfügt über eine fest installierte Rettungswinde (90 Meter Seillänge). In diesem Zusammenhang ist die enge Zusammenarbeit mit der BRK Bergwacht und der Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Nürnberg hervorzuheben. Einsätze führen die Hubschraubercrews unter anderem in die Klettergärten und Waldgebiete der Fränkischen Schweiz sowie an die Fränkische Seenplatte. Darüber hinaus kann die Rettungswinde auch überregional angefordert werden. Deshalb ist die Rettungswinde am Standort Nürnberg so wichtig.
Wichtige Information bezüglich der Rettungswinde für Einsatzkräfte vor Ort und Leitstellen
Die Winde hat eine 90 Meter nutzbare Seillänge. Die aktuelle Anhängelast sollte ggf. bei der Crew erfragt werden.
Die Spezialausrüstung befindet sich immer an Bord. Es ist nur eine sehr kurze Einsatzvorbereitung vor Ort nötig.
Einsatzindikation:
Schwierige oder zeitraubende bodengebundene Rettung bei gleichzeitiger Möglichkeit des Zugriffs aus der Luft.
Möglichst schonende Rettung durch den Einsatz der Rettungswinde.
Schnellstmögliche Zubringung des Notarztes mit der Rettungswinde bei keiner geeigneten Landemöglichkeit in der Nähe des Einsatzortes.
Voraussetzungen:
Der Platzbedarf nach oben liegt bei ca. 3 mal 3 Metern.
Alarmierung:
Die Alarmierung erfolgt über die örtlich zuständige ILS. Diese verständigt die ILS-Nürnberg mit dem Einsatzstichwort „Windeneinsatz“.
Eine evtl. Rückrufnummer vor Ort für Rückfragen sollte angegeben werden (außerhalb von Bayern).
Es sollte in Erfahrung gebracht werden, ob „Luftretter“ (Bergwacht, HörG) vor Ort sind oder ob diese benötigt werden.
Zwischen 1974 und 1998 wurde die Station Nürnberg durch die Bundeswehr betrieben. Seit dem 1. April 1998 stellt die DRF Luftrettung mit Christoph 27 die Luftrettung am Standort Nürnberg sicher. Es wurde ein Hubschrauber des Typs BK117 mit Winde in Dienst gestellt. Zunächst wurde mit einer vierköpfigen Besatzung geflogen, von denen einer ausschließlich als Windenoperator eingesetzt wurde. Erst ab April 1999 wurde die Besatzung auf Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter reduziert und somit alle Notfallsanitäter zum Windenoperator ausgebildet. Im April 2010 erfolgte die Umstellung auf einen Hubschrauber des Typs EC135 mit Winde. Seit September 2023 starten die Luftretter mit einer H145 mit Fünfblattrotor und Rettungswinde zu ihren Einsätzen.