Station Greifswald

Christoph 47

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

24 Stunden

2025

1.269 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Greifswald
Universitätsmedizin Greifswald
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald
Fax: +49 3834 816 140
E-Mail: station.greifswald@drf-luftrettung.de

Christoph 47 im Einsatz

Einsatzgebiet der Station Greifswald

Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Greifswalder Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph 47

Für Notfälle: Integrierte Rettungsleitstelle Vorpommern-Greifswald
Für Intensivtransporte: Integrierte Feuer- und Rettungsleitstelle Schwerin

Aufgaben der Luftretter in Greifswald

Notfalleinsätze
Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen, Mecklenburgische Seenplatte
Intensivtransporte
Mecklenburg-Vorpommern

Personal der Station Greifswald

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte der Universitätsmedizin Greifswald
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung und der Universitätsmedizin Greifswald

Luftfahrzeug der Station Greifswald

H145 mit Fünfblattrotor
Die H145 mit Fünfblattrotor bringt alle Vorteile des ursprünglichen Musters mit vier Rotorblättern mit, vor allem im Bereich der Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken. Zudem bietet das neue Modell eine größere Nutzlastkapazität, dank neuem Rotorsystem einen noch besseren Flugkomfort sowie ein in das Cockpit integriertes WiFi.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph 47

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station Greifswald

Besonderheiten

Das Einsatzgebiet von Christoph 47 umfasst weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns. Im Norden erstreckt sich die Ostsee, im Süden schließt sich die flache, dünnbesiedelte Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns an. Das vielfältige Terrain hat auch Einfluss auf den Einsatzalltag der Luftretter. Inseln wie Rügen, Hiddensee oder Usedom und Halbinseln wie der Darß sind einerseits am Boden beschwerlich zu erreichen und anderseits ergeben sich durch ihre geographische Ausdehnung lange Fahrten auf den Straßen. Der Zeitvorteil des Hubschraubers fällt daher besonders ins Gewicht. Die Einsätze umfassen unter anderem Unfälle an den Steilküsten, die schwer zu erreichen sind, oder Bade- und Sportbootunfälle im küstennahen Bereich.
Auch der demographische Wandel und der damit verbundene Ärztemangel auf dem Land und die Zentralisierung der Kliniken führen dazu, dass die Wege für Patienten in die geeignete Klinik immer weiter werden.
Um sicherzustellen, dass der mobilen Medizintechnik nicht der Strom ausgeht, kommt an Bord von Christoph 47 ein 230V-Inverter zum Einsatz. Dank dieses Spannungswandlers ist eine immerwährende Stromversorgung gewährleistet, die der Patientensicherheit dient: Neben 12-Volt-Anschlüssen steht damit während des Flugs eine redundante Stromversorgung zur Verfügung, die einen Ausfall dieser lebenswichtigen Geräte aufgrund mangelnder Akku-Kapazität verhindert.
Seit 2019 führt Christoph 47 als erster Rettungshubschrauber deutschlandweit optional Blut- und Plasmakonserven mit. In einem gemeinschaftlichen Projekt mit der Universitätsmedizin Greifswald hatte die DRF Luftrettung ein wissenschaftlich geprüftes Verfahren zur sicheren Nutzung von Blutprodukten in der Luftrettung erarbeitet.
Zudem sind die Luftretter der Station Greifswald seit dem 3. August 2020 auch in den Nachtstunden für Menschen in medizinischen Notsituationen im Einsatz. Damit ist die am Universitätsklinikum Greifswald angesiedelte Luftrettungsstation die elfte Nachtflug-Station der DRF Luftrettung in Deutschland sowie die erste im Land Mecklenburg-Vorpommern, die rund um die Uhr Einsätze fliegt.
Die DRF Luftrettung hat am Projekt „Integrierter grenzüberschreitender Rettungsdienst Pomerania/Brandenburg (InGRiP)“ teilgenommen, das mit Mitteln aus dem Programm Interreg V A der Europäischen Union gefördert wurde.
Am 10. April 1990 wird das Luftrettungszentrum als eines von acht in der damaligen DDR geschaffen. Die Hubschrauber des russischen Typs Mil Mi-2 starten mit der für das Notarztteam DDR-typischen Aufschrift „SMH“ (Schnelle Medizinische Hilfe). Im Oktober 1990 wird der Standort Bundeswehreinrichtung mit dem gleichen Hubschraubertyp, allerdings neuer Aufschrift: „SAR“. Am 10. April 1992 übernimmt die DRF Luftrettung den Stationsbetrieb in Greifswald. Im Frühjahr 2002 erfolgt der Umzug in einen modernen Hangar. 2018 erfolgt die Indienststellung eines neuen Hubschraubers des Typs EC145. Im April 2020 wird eine H145 als neuer Christoph 47 in Dienst gestellt und wenige Monate später, im August 2020, startet an der Station der 24-Stunden-Betrieb. Seit Ende Juni 2022 ist eine H145 mit Fünfblattrotor im Einsatz.