Station Friedrichshafen

Christoph 45

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

Von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang

2025

1.121 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Friedrichshafen
Klinikum Friedrichshafen GmbH
Röntgenstraße 2
88048 Friedrichshafen
Fax: +49 7541 49 29
E-Mail: station.friedrichshafen@drf-luftrettung.de

Christoph 45 im Einsatz

Einsatzgebiet der Station Friedrichshafen

Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Friedrichshafener Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph 45

Für Notfälle: Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben
Für Intensivtransporte: Zentrale Koordinierungsstelle für Intensivtransporte Baden-Württemberg

Aufgaben der Friedrichshafener Luftretter

Notfalleinsätze
Leitstellenbereiche Bodenseekreis, Konstanz, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Oberschwaben, Biberach, Donau-Iller, Allgäu sowie Vorarlberg (Österreich), KNZ (Kantonale Notrufzentrale) Thurgau, Schutz und Rettung Zürich, Rettung St. Gallen (Schweiz).
Intensivtransporte
Baden-Württemberg und nach Bedarf

Personal der Station Friedrichshafen

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte des Klinikums Friedrichshafen
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung

Luftfahrzeug der Station Friedrichshafen

H145 mit Fünfblattrotor
Die H145 mit Fünfblattrotor bringt alle Vorteile des ursprünglichen Musters mit vier Rotorblättern mit, vor allem im Bereich der Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken. Zudem bietet das neue Modell eine größere Nutzlastkapazität, dank neuem Rotorsystem einen noch besseren Flugkomfort sowie ein in das Cockpit integriertes WiFi.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph 45

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station Friedrichshafen

Besonderheiten

Die Station in Friedrichshafen ist innerhalb Deutschlands die südlichste der DRF Luftrettung. Neben Notfalleinsätzen, wie z.B. häuslichen Unfällen, Arbeits- und Verkehrsunfällen, akuten Erkrankungen oder Kindernotfällen, gehören Bergeinsätze in den nahe gelegenen Allgäuer Alpen, im Schweizer Voralpenland, im Bregenzer Wald und im österreichischen Vorarlberg sowie Rettungsflüge über dem Bodensee mit zum Einsatzspektrum des Rettungshubschraubers. Bei der Rettung von vermissten Schwimmern, Surfern oder anderen Wassersportlern arbeiten DRF Luftrettung, DLRG und die Rettungstaucher Konstanz häufig eng zusammen. Der Rettungshubschrauber kann DLRG-Rettungsschwimmer zur Suche Verunglückter mit an Bord nehmen und vor Ort am Ufer absetzen.
Im Oktober 1980 beginnt die DRF Luftrettung den provisorischen Einsatzbetrieb an der Station Friedrichshafen. Ein Hubschrauber des Typs Bell 206 Long Ranger wird in Dienst gestellt. Treibende Kraft für die Stationierung in Friedrichshafen (und nicht wie angedacht in Ravensburg) war das Klinikum Friedrichshafen, vor allem der damalige 1. Oberarzt der Kardiologie, Dr. Udo Stirner. Im Jahr 1983 wird ein Hubschrauber des Typs BO105 in Dienst gestellt und löst die bisherige Maschine ab. 1987 legen sich das Sozialministerium Baden-Württemberg, der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben und das Regierungspräsidium Tübingen endgültig auf den Standort Friedrichshafen fest. Im November 1995 erfolgt nach einer mehrjährigen Planungs- und Bauphase der Einzug in die Büro- und Sozialräume sowie in den neu gebauten Hangar. Im darauffolgenden Jahr wird die Tankstelle in Betrieb genommen. 2009 erfolgt die Indienststellung eines neuen Hubschraubers des Typs EC135. Neun Jahre später findet 2018 die Indienststellung eines Hubschraubers des Typs H135 statt. Im September 2024 wird auf einen Hubschrauber des Typs H145 gewechselt und seit Mai 2025 fliegt als Christoph 45 eine H145 mit Fünfblattrotor.