Station Freiburg

Christoph 54

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

Von 8:00 Uhr bis Sonnenuntergang

2025

1.255 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Freiburg
Am Flughafen 7
79108 Freiburg
Fax: +49 761 502657
E-Mail: station.freiburg@drf-luftrettung.de

Christoph 54 im Einsatz

Einsatzgebiet der Station Freiburg

Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Freiburger Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph 54

Für Notfälle: Integrierte Leitstelle Freiburg
Für Intensivtransporte: Zentrale Koordinierungsstelle für Intensivtransporte Baden-Württemberg

Aufgaben der Freiburger Luftretter

Notfalleinsätze
Leitstellengebiete Freiburg, Waldshut, Lörrach, Emmendingen, Ortenau, Mittelbaden und Villingen.
Intensivtransporte
vorwiegend in Baden-Württemberg, in seltenen Fällen Schweiz und Frankreich

Personal der Station Freiburg

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte des St. Josefkrankenhauses Freiburg und des Universitätsklinikums Freiburg
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung
Für Windeneinsätze bei Bedarf: Air Rescue Specialists (ARS) der Bergwacht Schwarzwald und DRK Bergwacht Württemberg

Luftfahrzeug der Station Freiburg

H145 mit Fünfblattrotor & Rettungswinde
Dieses Muster verfügt zusätzlich über eine Rettungswinde, die Notfallrettung in Gelände mit spezieller topografischer Charakteristik ermöglicht. Dazu gehört etwa die Gebirgsregion des Schwarzwalds.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph 54

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station Freiburg

Besonderheiten

Der Freiburger Hubschrauber der DRF Luftrettung ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungsdienstes im südbadischen Raum. Als einer von drei Intensivtransporthubschraubern in Baden-Württemberg stellt er im gesamten Bundesland, aber auch darüber hinaus, ein Mittel zum schnellen Transport von schwer erkrankten oder verletzten Patienten zwischen Kliniken dar. Die Hubschrauberbesatzungen führen dabei auch Spezialtransporte durch. Dies umfasst Transporte von Früh- und Neugeborenen mit dem Inkubator (mobiler Brutkasten) sowie Patiententransporte unter Nutzung von ECMO-Verfahren in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Freiburg.
Neben den Intensivtransporten von Krankenhaus zu Krankenhaus führt Christoph 54 im Weiteren eine Vielzahl an Primäreinsätzen durch. Speziell im ländlich geprägten Südschwarzwald dient er als schneller Notarztzubringer und ist ein schnelles Mittel zum Transport von schwer erkrankten bzw. verletzten Patienten. Mit der Universitätsklinik Freiburg, dem RKK-Klinikum (St. Josefs-KH Freiburg) und dem Universitätsherzzentrum Freiburg-Bad Krozingen hat die Station mehrere Krankenhäuser in ihrem Bereich, die als Maximalversorger bzw. Spezialklinik häufig mit Patienten angeflogen werden.
Durch die Lage am Rande des Schwarzwalds wird die Besatzung auch zu gebirgsspezifischen Einsätzen alarmiert. Im Winter sind es verunglückte oder erkrankte Wintersportler, im Sommer verunglückte oder erkrankte Wanderer, Mountainbiker, Gleitschirm- und Drachenflieger. Bei diesen Einsätzen arbeiten die Besatzungen von Christoph 54 regelmäßig mit der Bergwacht Schwarzwald zusammen. Zur Durchführung dieser Einsätze verfügt der Freiburger Rettungshubschrauber über eine fest installierte Rettungswinde (90 Meter Seillänge). Mit Hilfe der Rettungswinde können langwierige bodengebundene Rettungszeiten vermieden werden und damit Prähospitalzeiten verkürzt werden. Dadurch kann der Notarzt schneller an die Einsatzstelle verbracht werden und der Patient zügig einem Krankenhaus zur weiteren Diagnostik und Behandlung zugeführt werden. Für Windeneinsätze kommt bei Bedarf ein sogenannter Air Rescue Specialist (ARS) der Bergwacht Schwarzwald oder der DRK Bergwacht Württemberg mit zum Einsatz. Der ARS sichert den Notarzt in schwierigem Gelände und unterstützt bei der Versorgung des Patienten beim Windeneinsatz.
Auch im unmittelbaren Stadtgebiet Freiburg kommt der Hubschrauber in Ausnahmefällen (z.B. wenn alle Notarztfahrzeuge gebunden sind) zum Einsatz. Hierfür wurden im gesamten Stadtgebiet in Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle Freiburg Landeplätze erkundet und festgelegt, die bei Bedarf angeflogen werden können.
2002 wurde der neue Hangar bezogen und der Hubschrauber von Flugwacht 71 in Christoph 54 umbenannt. Vorher war die Station im alten Towergebäude untergebracht. Aufgrund der Primärbeauftragung durch das Land Baden-Württemberg wird der Freiburger Hubschrauber über die Intensivtransporte hinaus für Primäreinsätze als Rettungshubschrauber eingesetzt („Dual-Use“-Einsatz).