Betreiber
DRF Luftrettung
Christoph 38
DRF Luftrettung
Von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang
1.166 Einsätze
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Dresden
Flughafen Dresden
Flughafenstraße
01109 Dresden
Fax: +49 351 79589 219
E-Mail: station.dresden@drf-luftrettung.de
Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Dresdner Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.
Für Notfälle und Intensivtransporte: Integrierte Regionalleitstelle Dresden
Notfalleinsätze
Leitstellenbereiche Dresden, Ostsachsen und Chemnitz
Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte der DRF Luftrettung
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung
H135
Die hochmoderne H135 ist mit einem Glascockpit ausgerüstet, in dem die Piloten alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt bekommen. Zusammen mit dem Vier-Achsen-Autopiloten, einer verbesserten satellitengestützten Navigation und einem Anti-Kollisions-System stellt dies eine erhebliche Entlastung für die Piloten dar.
Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.
Herzdruckmassage während der Reanimation mit Corpuls CPR und Lucas
Vorteile
übernimmt die Herz-Druck-Massage während der Reanimation
Rettungskräfte können sich auf andere Maßnahmen konzentrieren
schnell und flexibel am Patienten einzusetzen
unterbrechungsfreie und leitliniengerechte Reanimation gemäß den ERC/AHA-Richtlinien
Transport im Hubschrauber unter laufender Reanimation möglich
auch für Kinder ab 8 Jahren zugelassen
Anpassung von Drucktiefe und Druckfrequenz auch während der laufenden Therapie möglich
Wenn das Herz plötzlich aufhört zu schlagen, sind effektive und kontinuierliche Thoraxkompressionen erforderlich, um den Blutkreislauf so lange aufrechtzuerhalten, bis die Herzfunktion des Patienten wiederhergestellt ist.
Durch die Verwendung von Reanimationsgeräten wie dem Corpuls CPR oder dem Lucas wird die Qualität der Herz-Lungen-Wiederbelebung standardisiert und Unterbrechungen der Kompressionen werden minimiert. So kann während des gesamten Transports die Herz-Druck-Massage aufrechterhalten werden, z.B. auf dem Weg in den Hubschrauber, während des Fluges oder bei der Übergabe in der Zielklinik. Ein enormer Vorteil, der die Überlebens- und Genesungschancen erhöht.
Schnelle und sichere endotracheal Intubation, Bild- und Videoaufnahmen möglich.
Vorteile
ermöglicht schnelle und sichere endotracheal Intubation, auch unter unvorhersehbaren Bedingungen
liefert eine durchweg klare Realzeitansicht der Fluglinie und Rohrplatzierung
validiert für alle gängigen Aufbereitungsmethoden
Wenn Sekunden entscheiden: Mit dem Videolaryngoskop können die Rettungskräfte den Zugang zu den Atemwegen schnell und zuverlässig sicherstellen und den Patienten möglichst schonend intubieren.
Zum Einsatz kommen Standard-Macintosh- und Miller-Spatel, mit denen auch eine direkte Laryngoskopie möglich ist. Zusätzlich sind hyperangulierte Spatel für schwer zugängliche Atemwege verfügbar.
Selbst bei hellem Tageslicht bieten Videolaryngoskope ein kontrastreiches Bild und verfügen zudem über die Möglichkeit Bilder und Videos aufzunehmen.
Mit Hilfe von mobilen Ultraschallgeräten, sogenannten Sonographie-Geräten, können Notärzte und Notfallsanitäter im Einsatzgeschehen rasch die richtigen therapeutisch-taktischen Entscheidungen treffen über:
die medizinischen Maßnahmen am Einsatzort
die optimale Zielklinik für die anschließende Weiterbehandlung
das geeignete Transportmittel
Das Konzept der DRF Luftrettung – Ultraschalldiagnostik zum Notfallpatienten zu bringen – erweitert die diagnostischen Möglichkeiten enorm. Bei Bedarf kann das Sonographie-Gerät insbesondere für folgende Untersuchungen angewendet werden:
im Herzbereich
des Brustkorbs
verschiedener Gefäße
des Bauchs
Mit seinen zwei unterschiedlich geformten Schallköpfen in einer Sonde unterstützt das Gerät aber auch bei zahlreichen weiteren Ultraschallverfahren in verschiedensten Einsatzsituationen:
Mit dem einen Schallkopf werden am besten flache,
mit dem anderen Schallkopf tiefere Körperstellen untersucht.
Beispielhaftes Einsatzszenario
Nach einem schweren Verkehrsunfall kann bei einem Patienten der Verdacht auf innere Blutungen, die lebensgefährlich sind, mit einem mobilen Sonographie-Gerät bereits am Unfallort zuverlässig geklärt werden. Die Informationen über den Zustand des Verletzten kann die Besatzung noch am Einsatzort direkt den Ärzten im Schockraum der Zielklinik für eine optimale Vorbereitung weitergeben.
Vorteile
beherrscht alle volumen- und druckkontrollierte Beatmungsmodi
nicht invasive Ventilation mit fortschrittlicher Leckagekompensation
AutoFlow: volumenkontrollierte Beatmung mit minimiertem inspiratorischem Spitzendruck
automatischer Höhenausgleich
Kein Patient, keine Einsatzsituation gleicht der anderen. Aber jedem Patienten möchten wir die für ihn optimale Beatmung bieten – angepasst auf die individuelle, gesundheitliche Situation.
Der Oxylog® 3000 plus bietet Hochleistungsbeatmung mit Funktionen wie AutoFlow, integrierter Kapnographie und nicht-invasiver Beatmung. Es hilft uns beim sicheren Transport unserer Patienten und gibt Aufschluss über die korrekte Lage des Endotrachealtubus und die Effektivität der Beatmung.
Aufgrund der Nähe zu gleich drei Autobahnen (A4, A13, A17) wird die Besatzung des Dresdener Rettungshubschraubers häufig zu Pkw- und Lkw-Unfällen alarmiert. Während der Sommerzeit passieren zudem auf den Landstraßen im Einsatzgebiet zahlreiche Motorradunfälle. Viele Einsätze führen Christoph 38 auch in die Sächsische Schweiz und ins Erzgebirge, wo es regelmäßig zu Freizeitunfällen beim Klettern, Wandern, Mountainbiken oder Skifahren kommt.
Nach einer Ausschreibung war die DRF Luftrettung bereits seit dem 1. Januar 2002 für die Gesamtorganisation der Station in Dresden zuständig. Die Fliegerstaffel Ost der Bundespolizei stellte bis zum 5. Januar 2006 den Rettungshubschrauber des Typs BO 105 und die Piloten zur Verfügung. Am 6. Januar 2006 erfolgte die Flugbetriebsübernahme der Station durch die DRF Luftrettung.