Betreiber
DRF Luftrettung
Christoph 62
DRF Luftrettung
24 Stunden
1.575 Einsätze
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Bautzen
Flugplatz Bautzen
Weißenberger Straße 1
02627 Kubschütz
Fax: +49 3591 204224
E-Mail: station.bautzen@drf-luftrettung.de
Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Bautzener Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.
Für Notfälle: Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen
Für Intensivtransporte: Koordinierungsstelle für Verlegungsflüge des Freistaates Sachsen in Dresden
Notfalleinsätze
Leitstellengebiete Ostsachsen
Intensivtransporte
nach Bedarf
Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung
H145 mit Fünfblattrotor und Rettungswinde
Dieses Muster verfügt zusätzlich über eine Rettungswinde, die Notfallrettung in Gelände mit spezieller topografischer Charakteristik ermöglicht. Dazu gehört etwa die Gebirgsregion der Sächsischen Schweiz.
Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.
Herzdruckmassage während der Reanimation mit Corpuls CPR und Lucas
Vorteile
übernimmt die Herz-Druck-Massage während der Reanimation
Rettungskräfte können sich auf andere Maßnahmen konzentrieren
schnell und flexibel am Patienten einzusetzen
unterbrechungsfreie und leitliniengerechte Reanimation gemäß den ERC/AHA-Richtlinien
Transport im Hubschrauber unter laufender Reanimation möglich
auch für Kinder ab 8 Jahren zugelassen
Anpassung von Drucktiefe und Druckfrequenz auch während der laufenden Therapie möglich
Wenn das Herz plötzlich aufhört zu schlagen, sind effektive und kontinuierliche Thoraxkompressionen erforderlich, um den Blutkreislauf so lange aufrechtzuerhalten, bis die Herzfunktion des Patienten wiederhergestellt ist.
Durch die Verwendung von Reanimationsgeräten wie dem Corpuls CPR oder dem Lucas wird die Qualität der Herz-Lungen-Wiederbelebung standardisiert und Unterbrechungen der Kompressionen werden minimiert. So kann während des gesamten Transports die Herz-Druck-Massage aufrechterhalten werden, z.B. auf dem Weg in den Hubschrauber, während des Fluges oder bei der Übergabe in der Zielklinik. Ein enormer Vorteil, der die Überlebens- und Genesungschancen erhöht.
Schnelle und sichere endotracheal Intubation, Bild- und Videoaufnahmen möglich.
Vorteile
ermöglicht schnelle und sichere endotracheal Intubation, auch unter unvorhersehbaren Bedingungen
liefert eine durchweg klare Realzeitansicht der Fluglinie und Rohrplatzierung
validiert für alle gängigen Aufbereitungsmethoden
Wenn Sekunden entscheiden: Mit dem Videolaryngoskop können die Rettungskräfte den Zugang zu den Atemwegen schnell und zuverlässig sicherstellen und den Patienten möglichst schonend intubieren.
Zum Einsatz kommen Standard-Macintosh- und Miller-Spatel, mit denen auch eine direkte Laryngoskopie möglich ist. Zusätzlich sind hyperangulierte Spatel für schwer zugängliche Atemwege verfügbar.
Selbst bei hellem Tageslicht bieten unser Videolaryngoskope ein kontrastreiches Bild und verfügen zudem über die Möglichkeit Bilder und Videos aufzunehmen.
Mit Hilfe von mobilen Ultraschallgeräten, sogenannten Sonographie-Geräten, können Notärzte und Notfallsanitäter im Einsatzgeschehen rasch die richtigen therapeutisch-taktischen Entscheidungen treffen über:
die medizinischen Maßnahmen am Einsatzort
die optimale Zielklinik für die anschließende Weiterbehandlung
das geeignete Transportmittel
Das Konzept der DRF Luftrettung – Ultraschalldiagnostik zum Notfallpatienten zu bringen – erweitert die diagnostischen Möglichkeiten enorm. Bei Bedarf kann das Sonographie-Gerät insbesondere für folgende Untersuchungen angewendet werden:
im Herzbereich
des Brustkorbs
verschiedener Gefäße
des Bauchs
Mit seinen zwei unterschiedlich geformten Schallköpfen in einer Sonde unterstützt das Gerät aber auch bei zahlreichen weiteren Ultraschallverfahren in verschiedensten Einsatzsituationen:
Mit dem einen Schallkopf werden am besten flache,
mit dem anderen Schallkopf tiefere Körperstellen untersucht.
Beispielhaftes Einsatzszenario
Nach einem schweren Verkehrsunfall kann bei einem Patienten der Verdacht auf innere Blutungen, die lebensgefährlich sind, mit einem mobilen Sonographie-Gerät bereits am Unfallort zuverlässig geklärt werden. Die Informationen über den Zustand des Verletzten kann die Besatzung noch am Einsatzort direkt den Ärzten im Schockraum der Zielklinik für eine optimale Vorbereitung weitergeben.
Vorteile
Druckniveau der Luft individuell einstellbar
beherrscht alle Beatmungsformen, die auch in der Klinik eingesetzt werden
Zulassungen und Zertifikate für den Einsatz im Rettungswagen und Hubschrauber
Beatmung von Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen
unabhängig von der Druckluft (Dank integrierter Hochleistungsturbine)
nicht-invasive Beatmung und integrierte High-Flow-Sauerstofftherapie
CPR-Beatmung
Erwachsene, Säuglinge und Kinder jeder Altersstufe – jeder Mensch hat ein eigenes Lungenvolumen. Aber jedem Patienten möchten wir die für ihn optimale Beatmung bieten – angepasst auf die individuelle, gesundheitliche Situation. Dafür verwendet die DRF Luftrettung hochmoderne Intensiv-Beatmungsgeräte wie das Hamilton T1. So kann auch während des Transports von Intensivpatienten zwischen Kliniken eine lungenschonende Beatmung fortgesetzt werden.
Vorteile
kompatibel mit den meisten RTW
Patient kann zum Hubschrauber gerollt statt getragen werden
keine zusätzliche Umlagerung am Zielklinikum erforderlich
Montage von zusätzlichem Equipment möglich, z.B. Beatmungsgerät, Spritzenpumpen etc.
Dank einklappbarem Fahrgestell ermöglicht die Roll-in-Trage einen noch besseren Patiententransport, denn sie entlastet die Rettungskräfte körperlich und bietet dem Patienten mehr Komfort.
Christoph 62 verfügt über eine fest installierte Rettungswinde (90 Meter Seillänge). Einsätze führen den Rettungshubschrauber unter anderem in die Gebiete des Erzgebirges. Darüber hinaus kann die Rettungswinde auch überregional angefordert werden. Deshalb ist die Rettungswinde am Standort Bautzen so wichtig.
Die Gebirgsregion der Sächsischen Schweiz weist eine ganz eigene topografische Charakteristik auf, die spezielle Anforderungen an die Winden- und Bergrettung stellt und die auch in den Schulungen berücksichtigt wird. Um die Windenrettung in der Sächsischen Schweiz fachgerecht durchzuführen, hat die DRF Luftrettung mit der Bergwacht Sachsen einen starken Partner an ihrer Seite. In gemeinsamen Trainings wird die gesamte Besatzung auf den Einsatz mit der Winde vorbereitet.
Nach der Übernahme des Flugbetriebs durch die DRF Luftrettung nutzen die Piloten an Bord von Christoph 62 Night Vision Goggles (NVGs) bei ihren Luftrettungseinsätzen in der Nacht. Die Nachtsichtbrillen verstärken das Restlicht und ermöglichen so den Piloten eine sehr detaillierte Erkundung des Landeplatzes und möglicher Hindernisse. Zudem können sie unvorhergesehene Wetterbedingungen, wie z. B. tiefe Wolken oder starke Niederschläge, frühzeitig erkennen und ihnen ausweichen. Die Brillen stellen so einen weiteren Baustein für die sichere Luftrettung bei Nacht dar und ergänzen die bisher genutzten Mittel, wie Hochleistungsscheinwerfer, Instrumentenflugausrüstung, Satellitennavigationssysteme und spezielle Hinderniskarten.
Die Indienststellung der Station war am 1. September 1998. Zwischen 2002 und 2018 wurde die Station Bautzen von der ADAC Luftrettung gGmbH betrieben. Seit Juni 2016 ist der Hubschrauber mit einer Rettungswinde ausgestattet. Ab dem 01.01.2019 stellt die DRF Luftrettung mit Christoph 62 die Luftrettung am Standort Bautzen sicher (Übernahme des Flugbetriebs am Vortag um 19 Uhr). Zunächst kam ein Rettungshubschrauber des Typs H145 mit Rettungswinde zum Einsatz, Ende Juli 2023 erfolgte der Wechsel auf eine H145 Fünfblattrotor mit Rettungswinde.