Station Angermünde

Christoph 64

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

Von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang

2025

1.170 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Station Angermünde
Südring 12
16278 Angermünde
Fax: +49 3331 30101 19
E-Mail: station.angermuende@drf-luftrettung.de

Christoph 64 im Einsatz

Einsatzgebiet der Station Angermünde

Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Rettungshubschrauber Christoph 64 der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph 64

Für Notfälle: Integrierte Regionalleitstelle NordOst Eberswalde

Aufgaben der Angermünder Luftretter

Notfalleinsätze
Schwerpunktmäßig in den Landkreisen Barnim, Uckermark und Oberhavel
Intensivtransporte
nach Bedarf

Personal der Station Angermünde

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte des Asklepios Klinikums Uckermark und des GLG Werner Forßmann Klinikums Eberswalde
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung

Luftfahrzeug der Station Angermünde

H135
Die hochmoderne H135 ist mit einem Glascockpit ausgerüstet, in dem die Piloten alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt bekommen. Zusammen mit dem Vier-Achsen-Autopiloten, einer verbesserten satellitengestützten Navigation und einem Anti-Kollisions-System stellt dies eine erhebliche Entlastung für die Piloten dar.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph 64

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen
Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.
Beispiele für messbare Werte
Blutgase
Elektrolyte
Einschätzung der Nierenfunktion
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Beispielhafte Einsatzszenarien
Herz-Kreislaufstillstand
schwere Blutungen
Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station Angermünde

Historische Entwicklung

Am 19. August 2014 fiel der Startschuss für den Bau der neuen Luftrettungsstation in Angermünde: Gemeinsam mit dem Vorstand der DRF Luftrettung und weiteren Ehrengästen hat Brandenburgs damalige Gesundheitsministerin Anita Tack den symbolischen Spatenstich für die neu zu errichtende Luftrettungsstation vorgenommen.
Seit dem 16. Februar 2022 kommt ein Hubschrauber des Typs H135 täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang zum Einsatz. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht er in maximal 15 Flugminuten.
Die Besatzung setzt sich aus bei der DRF Luftrettung fest angestellten, erfahrenen Piloten und Notfallsanitätern sowie Notärzten regionaler Kliniken zusammen. Der Dienstbetrieb wurde in einer hochmodernen Hubschrauberstation mit Hangar, Büro-, Funktions-, und Sozialräumen aufgenommen.
Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hatte sich das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg für die DRF Luftrettung als Betreiberin entschieden und der gemeinnützig tätigen Organisation im März 2014 die Beauftragung erteilt. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Luftrettungsorganisation mit über vierzigjähriger Expertise im medizinischen, fliegerischen sowie technischen Bereich den Auftrag erhalten haben, zukünftig auch die Luftrettung in der Region Angermünde sicherzustellen. Damit wird sich die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung in diesem dünn besiedelten Flächenland erheblich verbessern“, erklärte der Vorstand der DRF Luftrettung.
„Mit der Errichtung dieser Station schließen wir die Lücke im Nordosten Brandenburgs und gewährleisten eine flächendeckende Luftrettung im Land. Der geplante Rettungshubschrauber wird die bodengebundenen Rettungsmittel optimal ergänzen. Notfallpatientinnen und Notfallpatienten können so schneller in geeignete Zielkliniken gebracht und dadurch besser versorgt werden“, so die damalige Gesundheitsministerin von Brandenburg Anita Tack.